Wo die Verbraucherpreise am stärksten steigen
KI-Zusammenfassung
Der Iran-Krieg treibt die Energiepreise in die Höhe und verteuert das Leben der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland. Wo wird das besonders spürbar?
Hypothesen zur Entwicklung
Eskalations-Risiko im Bereich Geopolitik
Marktreaktion und politische Stellungnahmen werden den weiteren Verlauf prägen. Erwartung: kurzfristige Volatilität, dann Konsolidierung.
Strukturelle Folgen werden in Quartalszahlen, Behördenmaßnahmen und sekundären Märkten sichtbar – aktuell unsicher, da kausale Ketten mehrstufig verlaufen.
Langfristige Effekte hängen stark von politischer Antwort, internationaler Reaktion und Folgenarrativ ab. Pfadabhängigkeit begünstigt entweder Re-Equilibrierung oder strukturellen Bruch.
Kausale Ketten — wer trägt die Folgen?
Auswirkungs-Abschätzung
Bias & Plausibilität
Volltext (Trafilatura-Extraktion)
Inflation im August Wo die Preise am stärksten steigen Der Iran-Krieg treibt die Energiepreise in die Höhe und verteuert das Leben der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland. Wo wird das besonders spürbar? Und wo sind Preise zuletzt gesunken? Rekordhohe Benzinpreise haben die Inflation in Deutschland an die Drei-Prozent-Marke getrieben.
Waren und Dienstleistungen kosteten im August 2,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat - eine entsprechende früherere Schätzung bestätigte heute das Statistische Bundesamt (Destatis). Noch kräftiger zogen die Verbraucherpreise zuletzt Ende 2023 an, als die Inflation bei 3,7 Prozent lag. Heizöl kostet fast 50 Prozent mehr Besonders deutlich habe sich die vor allem durch den Iran-Krieg verursachte Teuerung der Energie bei den Kraftstoffen wie Benzin gezeigt, sagte Destatis-Präsidentin Ruth Brand. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verteuerten sie sich nach Angaben der Statistiker um 27,7 Prozent.
Dem ADAC zufolge kostete ein Liter Superbenzin im August mit durchschnittlich 2,145 Euro so viel wie noch nie. Insgesamt verteuerte sich Energie um 10,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, nach 8,3 Prozent im Juli - laut Statistikamt war dies der höchste Anstieg seit mehr als drei Jahren. Im Februar 2023 waren die Energiepreise um 19,1 Prozent in die Höhe geschossen, Grund war die Verknappung infolge des Ukraine-Kriegs. Leichtes Heizöl kostete im August dieses Jahres sogar 49,6 Prozent mehr.
Viele Verbraucherinnen und Verbraucher sind daher verunsichert, ob es sich vor der Heizperiode lohnt, es jetzt zu kaufen. Energieexperten raten, nicht zu lange auf sinkende Preise zu hoffen und mit der Bestellung zu warten. Strom (minus 5,5 Prozent), Erdgas einschließlich Betriebskosten (minus 2,9 Prozent) und Fernwärme wurden (minus 1,0 Prozent) dagegen billiger. Eier teurer, Butter billiger Die Auswirkungen auf die Preise für Dienstleistungen und Lebensmittel - die sogenannten Zweitrundeneffekte - blieben derweil vorerst aus.
Inflation im August Wo die Preise am stärksten steigen Der Iran-Krieg treibt die Energiepreise in die Höhe und verteuert das Leben der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland. Wo wird das besonders spürbar? Und wo sind Preise zuletzt gesunken? Rekordhohe Benzinpreise haben die Inflation in Deutschland an die Drei-Prozent-Marke getrieben.
Waren und Dienstleistungen kosteten im August 2,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat - eine entsprechende früherere Schätzung bestätigte heute das Statistische Bundesamt (Destatis). Noch kräftiger zogen die Verbraucherpreise zuletzt Ende 2023 an, als die Inflation bei 3,7 Prozent lag. Heizöl kostet fast 50 Prozent mehr Besonders deutlich habe sich die vor allem durch den Iran-Krieg verursachte Teuerung der Energie bei den Kraftstoffen wie Benzin gezeigt, sagte Destatis-Präsidentin Ruth Brand. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verteuerten sie sich nach Angaben der Statistiker um 27,7 Prozent.
Dem ADAC zufolge kostete ein Liter Superbenzin im August mit durchschnittlich 2,145 Euro so viel wie noch nie. Insgesamt verteuerte sich Energie um 10,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, nach 8,3 Prozent im Juli - laut Statistikamt war dies der höchste Anstieg seit mehr als drei Jahren. Im Februar 2023 waren die Energiepreise um 19,1 Prozent in die Höhe geschossen, Grund war die Verknappung infolge des Ukraine-Kriegs. Leichtes Heizöl kostete im August dieses Jahres sogar 49,6 Prozent mehr.
Viele Verbraucherinnen und Verbraucher sind daher verunsichert, ob es sich vor der Heizperiode lohnt, es jetzt zu kaufen. Energieexperten raten, nicht zu lange auf sinkende Preise zu hoffen und mit der Bestellung zu warten. Strom (minus 5,5 Prozent), Erdgas einschließlich Betriebskosten (minus 2,9 Prozent) und Fernwärme wurden (minus 1,0 Prozent) dagegen billiger. Eier teurer, Butter billiger Die Auswirkungen auf die Preise für Dienstleistungen und Lebensmittel - die sogenannten Zweitrundeneffekte - blieben derweil vorerst aus.
Nahrungsmittel waren im vergangenen Monat insgesamt in etwa so teuer wie im August 2025. Die Preise veränderten sich nur um 0,1 Prozent - einzelne Produkte waren aber sehr viel teurer als vor einem Jahr, unter anderem Eier (plus 15,2 Prozent), frisches Gemüse (plus 5,2 Prozent) sowie Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (plus 4,4 Prozent). Sehr viel günstiger dagegen waren die Preise für Butter (minus 29,9 Prozent), frisches Obst (minus 5,6 Prozent) oder Molkereiprodukte (minus 5,5 Prozent). Dienstleistungen waren 2,8 Prozent teurer als im Vorjahresmonat - die Teuerung schwächte sich damit aber weiter ab, wie das Statistikamt weiter mitteilte.
Die für die Preisentwicklung bedeutsamen Nettokaltmieten stiegen im August demnach um 1,9 Prozent. "Warnsignal für die gesamte Wirtschaft" Eine schnelle Entspannung bei der Teuerung in Deutschland ist angesichts weiter gestiegener Ölpreise nicht in Sicht. "Die Inflation ist zurück in Deutschland", sagte ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski. Diese Woche kletterte der Ölpreis erstmals seit Mitte Juli wieder über die Marke von 100 Dollar je Barrel, weil Anleger wegen der Angriffe im Nahen Osten eine Unterbrechung der Öllieferungen aus der Region befürchten.
Vor Beginn des Iran-Krieges hatte der Preis noch bei rund 70 Dollar gelegen. "Ein Preis von 100 Dollar für Brent sollte nicht nur als psychologischer Meilenstein betrachtet werden", sagte Priyanka Sachdeva, leitende Marktanalystin beim Online-Broker Phillip Nova. "Dies ist ein Warnsignal für die gesamte Wirtschaft." Je länger der Krieg anhält, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Unternehmen gestiegene Kosten an ihre Kunden weiterreichen. Dem ifo-Institut zufolge werden die Verbraucherpreise deshalb im kommenden Jahr mit 3,0 Prozent stärker steigen als im laufenden Jahr mit bislang durchschnittlich 2,7 Prozent.
Hinweis: Hypothesen und Auswirkungs-Schätzungen sind heuristisch und ersetzen keine fundierte fachliche Bewertung. Sie sind als Orientierungshilfe gedacht und sollten kritisch hinterfragt werden.